Peter Brigola begann im Februar 2008 in der Schauspielakademie Elfriede Ott mit dem Unterricht im Fach Bühnenfechten. Das Arbeiten unter Kammerschauspielerin Professor Elfriede Ott, war bald von Erfolg gekrönt. Der Unterricht, gemeinsam mit Choriphäen der darstellerischen Kunst, mit ihrem unermesslichen Erfahrungsschatz unzählicher Theaterstücke und Filme, resultierte in herausragenden Leistungen der hochmotivierten Studenten. Fechtszenen in diversen Inszenierungen in und rund um Wien begeisterten die Zuschauer. Eine Gruppe junger Schauspieler der Ott-Akademie nahm an den internationalen Deutschen Meisterschaften im szenischen Fechten im September 2009 teil und ernteten neben europaweiter Anerkennung auch den 4. Platz in ihrer Kathegorie. Der Unterricht der Fechtkurse ist modular aufgebaut. Die Studenten lernen Fechtmodule, die in sich abgeschlossen sind. Diese sind wie ein Alphabet zu verstehen. Jeder Kursteilnehmer erlernt quasi Buchstabe für Buchstabe die "Sprache" der Fechtchoreographie. Wenn einmal eine gewisse Anzahl an Buchstaben erlernt wurden, sind die Teilnehmer im Stande Wörter zu bilden aus denen dann Sätze und zum Schluß ganze Fechtdrehbücher entstehen. So sind die Absolventen schon nach kurzer Trainingszeit in der Lage technisch sehr umfangreiche Choreographien zu erstellen und vorzuführen. Da bereits in der ersten Unterrichtseinheit mit der Waffe hantiert wird und Module eingeübt werden ist der Lernerfolg schon nach kurzer Zeit ersichtlich.
Grundsätzliches: Beim Bühnenfechten geht es um die Darstellung von Kampfszenen vor einem Publikum. Dazu gehören z.B. Fechtszenen in Filmen, auf der Bühne, bei Schaukampfvorstellungen usw. Bühnenfechten, auch "Szenisches Fechten" oder "Theaterfechten" genannt, unterscheidet sich von allen anderen Formen des Fechtens vor allem darin, dass es nicht darum geht, den Gegner tatsächlich zu treffen oder zu verletzen, sondern es soll nur der Eindruck eines Kampfes beim Zuschauer entstehen. Je besser das gelingt, desto höher ist die Qualität des Bühnenfechtens. Jede Bewegung ist Teil einer vorher ausgearbeiteten Choreographie. Diese werden viel größer und viel langsamer als in einem sportliches Gefecht ausgeführt, damit die Zuschauer dem Geschehen folgen können. Jeder Schritt geschieht nach Absprache und mit einer deutlichen Ankündigung, so dass der Partner rechtzeitig darauf reagieren kann. Die Darsteller müssen jede Bewegung und sei sie auch noch so unbedeutend, auswendig lernen und einstudieren, einschließlich des "korrekten Sterbens". Auch das richtige Zu-Boden-Gehen will gelernt sein, denn gerade bei diesen Bewegungen können gefährliche Momente eintreten, wenn sie unkontrolliert ablaufen.